Morbus Bechterew

Prävenire – Pressekonferenz Gesundheit 2040: Was jetzt wichtig wird für uns Versicherte

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Bei einer aktuellen Fachveranstaltung, am 01.April 2026 im Albert Schweizer Haus in Wien stand die Frage im Mittelpunkt, wie unser Gesundheitssystem auch in Zukunft verlässlich bleiben kann. Auf Einladung von Präveniere nahm Manfred Mannhart, Landesstellenleiter Wien, an dieser Veranstaltung teil. Im Zentrum standen Themen wie: eine starke Sozialversicherung, mehr Prävention und der Blick auf die unterschiedlichen Gesundheitsbedürfnisse von Frauen, Männern und Kindern.

Sozialversicherung: mehr als Verwaltung
Die Sozialversicherung wurde als Versprechen beschrieben: Versorgung im Krankheitsfall, Absicherung nach Unfällen, Versorgung mit Krankengeld und Pension, unabhängig von Einkommen oder Beruf. Gerade in unsicheren Zeiten brauchen wir starke öffentliche Systeme, die niemanden zurücklassen. Obwohl die finanzielle Lage angespannt ist, wurden Leistungskürzungen, höhere Selbstbehalte und Einschnitte bei eigenen Einrichtungen klar abgelehnt.
Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle: E‑Card, E‑Rezept, elektronische Zuweisungen, Telemedizin und digitale Befunde sollen Abläufe vereinfachen und Papier ersetzen. Entscheidend ist, dass Digitalisierung sozial bleibt, also barrierefrei funktioniert und analoge Wege dort erhalten bleiben, wo Menschen sie brauchen.

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Prävention, Frauen- und Männergesundheit
Prävention zieht sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge. Am Arbeitsplatz geht es nicht mehr nur um körperliche Belastung, sondern auch um psychische Risiken und Übergriffe. Besonders im Gesundheits- und Sozialbereich brauchen Beschäftigte besseren Schutz und klare Zuständigkeiten für sichere Arbeitsbedingungen.
Im Bereich der Frauengesundheit standen Körperbilder und Patientinnen-Sicherheit im Fokus. Österreich ist mit einem eigenen Gesetz zur ästhetischen Chirurgie Vorreiter, gefordert wurden ein Qualitätsregister, mehr Aufklärung und Empowerment der Frauen zu selbstbestimmten Entscheidungen, statt Druck durch Schönheitsideale oder Umfeld.
Bei der Männergesundheit ging es vor allem um Prostatakrebs, die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Fachleute plädieren für ein organisiertes Prostata‑Screening, das PSA‑Test und MRT gezielt verbindet: gefährliche Tumore früh erkennen, Überdiagnosen vermeiden, Zugang fairer machen und langfristig Kosten sparen. Die EU empfiehlt solche Programme; Österreich nutzt diese Chance bisher kaum.

Psychische Gesundheit im Mittelpunkt
Psychische Erkrankungen sind bereits der häufigste Grund für Krankenstandstage in Österreich. Besonders im Blick: Kinder und Jugendliche, die unter Einsamkeit, Social Media-Konsum, Leistungsdruck und Zukunftssorgen leiden. ExpertInnen sehen psychische Gesundheit als zentralen Prüfstein für ein zukunftsfähiges System und warnen davor, hier aus Kostengründen zu sparen.

Fazit
Für uns alle als Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer bedeutet das: Die Sozialversicherung muss stark, solidarisch und verlässlich bleiben. Digitalisierung, Prävention und geschlechtersensible Medizin sind zentrale Hebel, damit das System auch langfristig tragfähig bleibt. Voraussetzung dafür ist, dass wir diese Entwicklungen aktiv mittragen, Vorsorgeangebote nutzen und auch in Anspruch nehmen.
Gleichzeitig setzen wir uns weiterhin entschieden für die Anliegen von Menschen mit Morbus Bechterew ein, insbesondere für die Sicherstellung eines jährlich zugänglichen Aufenthalts im Gasteiner Heilstollen als unverzichtbaren Bestandteil der Therapie. Bewährte, evidenzbasierte Therapieangebote dürfen nicht eingeschränkt werden!

Text: Manfred Mannhart
Fotos: Praevenire_Pressekonferenz_@APA-Fotoservice_Krisztian Juhasz