Morbus Bechterew

ÖVMB beim Weißbuch Augenheilkunde – Vernetzung für bessere Augengesundheit

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Am Freitag, den 30. Jänner 2026, präsentierte die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) im Wiener Josephinum das erste Weißbuch Augenheilkunde für Österreich.
Für die ÖVMB nahm Manfred Mannhart, Landesstellenleiter Wien, an der Veranstaltung teil. Mit großem Interesse folgte er den fachlich hochkarätigen Vorträgen und den gesundheitspolitischen Botschaften.
Besonders wertvoll war für uns die Möglichkeit zur Vernetzung. Im Rahmen der Veranstaltung konnten neue Kontakte geknüpft werden, unter anderem zur Österreichischen Apothekerkammer. Dieser Kontakt wurde bereits weiter ausgebaut: In einem ersten Zoom-Meeting wurden gemeinsame Schnittstellen ausgelotet. Ergebnis: Wir werden die ÖVMB und unsere Anliegen in der Zeitschrift der Apothekerkammer vorstellen können, weitere Kooperationsmöglichkeiten werden derzeit gemeinsam geprüft.

Im Mittelpunkt der Präsentation stand das neue Weißbuch Augenheilkunde, in dem die ÖOG vier zentrale Anliegen für eine zukunftsweisende Augenversorgung in Österreich formuliert: Prävention, Qualität, Ausbildung und Perspektiven.
• Prävention: Stärkung der Augenvorsorge durch Aufklärung und gezielte Untersuchungen, etwa bei Kindern und in Pflegeeinrichtungen
• Qualität: Sicherstellung einer verlässlichen Finanzierung und engen Zusammenarbeit zwischen intra- und extramuralem Bereich, frei von einseitigem Einfluss profitorientierter InvestorInnen.
• Ausbildung: Kontinuierliche Modernisierung und Internationalisierung der Facharztausbildung, um ausreichend gut qualifizierte AugenärztInnen zu gewinnen.
• Perspektiven: Klare Strukturen und faire Arbeitsbedingungen, damit der Beruf auch künftig attraktiv bleibt und die Versorgung flächendeckend gesichert werden kann.

ÖOG-Präsidentin MR Dr. Gabriela Seher machte in ihrer Eröffnungsrede deutlich, dass die augenärztliche Versorgung in Österreich vor großen Herausforderungen steht: Der Versorgungsbedarf steigt aufgrund der demografischen Entwicklung, gleichzeitig drohen Engpässe bei Personal und Ressourcen. Sie warnte vor einem „schrittweisen Ausverkauf der sozialen Medizin“, wenn Praxen und OP-Zentren in die Hände profitorientierter, ausländischer Private-Equity-Ketten geraten, die öffentliche Strukturen für Renditen nutzen, oft durch zusätzliche Zahlungen auf Kosten der PatientInnen. Das Weißbuch soll solche Entwicklungen sichtbar machen und als Grundlage dienen, gemeinsam mit der Gesundheitspolitik nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

Die vier Anliegen der ÖOG wurden im Anschluss mit namhaften VertreterInnen des Gesundheitssystems diskutiert, darunter Melody Buchegger-Golabi (ÄK Wien), Dr. Andreas Krauter (ÖGK), Prof. Dr. Herwig Ostermann (GÖG) sowie Sektionschefin Dr. Katharina Reich (BMSGPK).

Für die ÖVMB ist klar: Eine starke, solidarische und patientenorientierte Augenversorgung ist auch für Menschen mit Morbus Bechterew von großer Bedeutung – etwa bei Uveitis, medikamentenbedingten Augenbeteiligungen, oder altersbedingten Augenerkrankungen.
Mit unserer aktiven Teilnahme, der neuen Kooperation mit der Apothekerkammer und der engen Beobachtung der gesundheitspolitischen Entwicklungen rund um die Augengesundheit positioniert sich die ÖVMB als verlässliche Stimme der PatientInnen, gut vernetzt und bereit, sich in weitere Prozesse einzubringen.

Text: Manfred Mannhart