
Am Samstag, dem 12. September 2026, luden die Landesstellenleiter Tirol und Vorarlberg zur Gemeinschaftswanderung für Menschen mit Morbus Bechterew nach St. Anton am Arlberg ein. Die Landesstellen wollten ihren Mitgliedern eine entspannte Auszeit in der Natur ermöglichen – mit viel Begegnung, Bewegung und Zeit zum Austausch.
Der Treffpunkt beim Bahnhof St. Anton am Arlberg erwies sich als besonders praktisch, da die Anreise sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto unkompliziert möglich war. Das sonst trennende Arlbergmassiv, stand an diesem wunderschönen Herbsttag ganz unter dem Motto: „Gemeinsam über die Landesgrenzen eine gute Zeit verbringen!“ Die Anreise entwickelte sich für eine Damengruppe aus dem Vorarlberger Oberland bereits zum Abenteuer: Ohne lange zu überlegen, stiegen die Teilnehmerinnen in Bludenz in den einfahrenden Zug – leider in einen, der nicht in St. Anton hielt. Fröhlich schnatternd wurde telefoniert und Peter Amann, der „Retter der MB-Nation“, holte die Gruppe kurzerhand vom richtigen Bahnhof ab. Im weiteren Verlauf verhielt sich die Damengruppe vorbildlich und blieb auf den ausgewiesenen Wegen.
Nach dem herzlichen Kennenlernen startete die leichte Wanderung. Die Gehzeit von etwa eineinhalb Stunden war bewusst so gewählt, dass sie den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprach. Große Steigungen und sportliche „Gipfelstürme“ standen nicht auf dem Programm. Stattdessen ging es um ein rücken- und gelenkschonendes Naturerlebnis, bei dem das gemeinsame Unterwegssein im Mittelpunkt stand.
Unterwegs wurden leichte Bewegungsübungen, kleine Meditationen und Atemübungen eingebaut. Diese waren speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Morbus Bechterew abgestimmt. Dabei blieb ausreichend Zeit, das beeindruckende Umfeld des Arlbergs zu genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen. In diesem Ambiente waren gar nicht die gemeinsamen großen und kleinen Wehwehchen ein Thema, sondern die besonderen privaten Erlebnisse der Teilnehmer sorgten für Heiterkeit und einen leichten Wanderschritt.
Zum Abschluss kehrte die Gruppe in einem gemütlichen Gasthaus ein, Peter und Harald wandten sich gemeinsam an die Teilnehmer und versprachen in der Zukunft weitere Veranstaltungen zwischen den beiden Regionen zu organisieren. Bei einem gemeinsamen Essen wurde weitererzählt, gelacht und gefachsimpelt. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll: Eine Wanderung muss kein sportlicher Wettkampf sein. Mit einem passenden Programm, gegenseitiger Rücksichtnahme und guter Gesellschaft wird sie zu einem bereichernden Erlebnis für Körper und Seele.
Natascha Arzberger